Beim Mindestlohn braucht es Konsequenz

Beim Mindestlohn braucht es Konsequenz und als Forderung eine klare Hausnummer, nämlich 7,50 Euro pro Stunde, weist der Vorsitzende der SPD Leipzig Gernot Borriss die Forderungen des bündnisgrünen Landtagsabgeordneten Michael Weichert nach mehr Fantasie und Flexibilität in der Frage des Mindestlohnes zurück.

Ein bisschen Mindestlohn geht eben nicht, so Gernot Borriss weiter. Mit dem Mindestlohn verbindet sich das sozialpolitische wie ordnungspolitische Ziel, dass Menschen mit einem Einkommen aus einer Vollzeitstelle ohne aufstockende Sozialleistungen auskömmlich leben können müssen, so Gernot Borriss weiter. Lohn muss nun einmal vom Arbeitgeber kommen, und nicht vom Staat.

Mit Blick auf die gestrigen Beschlüsse der Bundesregierung zum Mindestlohn sagt Sozialdemokrat Borriss: Das begreift inzwischen sogar der CDU/CSU-Teil der Bundesregierung. Zudem seien die Vorschläge von Michael Weichert zur Einkommensgestaltung nach Ansicht des Leipziger SPD-Chefs nicht praktikabel. Die Regeln zum Bezug aufstockender Sozialleistungen für Menschen mit Niedriglöhnen sind nämlich nicht flexibel, sondern im Sozialrecht klar festgelegt. Einkommensbestandteile in Form von Unternehmensbeteiligungen müssten dort in Anrechnung kommen. Menschen mit Niedriglöhnen können Lohnbestandteile nicht zwangsweise ansparen, meint Gernot Borriss, sie brauchen sie, um Monat für Monat über die Runden zu kommen. Zudem seien Firmen, in denen Niedriglöhne gezahlt werden, selten so strukturiert, dass Modelle der Mitarbeiterbeteiligung praktiziert werden könnten.

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