Deicke fordert mehr Anstrengungen für sozialen Arbeitsmarkt

Die Landtagsabgeordnete und SPD-Kreisvorsitzende Dr. Liane Deicke fordert die verantwortlichen im Landkreis Nordsachsen auf, sich stärker für den Kommunalkombi einzusetzen. Der Kommunal-Kombi ist eine echte Perspektive für Langzeitarbeitslose. Ihn nicht stärker zu unterstützen sei unfair gegenüber den von Arbeitslosigkeit betroffenen Bürgern im Landkreis so Deicke. Sie verwies damit auf aktuelle Zahlen wonach in Nordsachsen erst 49 (10%) der 490 möglichen Kommunal-Kombi-Stellen vergeben seien. Im Nachbarkreis Landkreis Leipzig seien bereits 210 (35%) von 593 und damit bereits über drei Mal so viele Stellen an Langzeitarbeitslose vergeben worden.

Eine wichtige Ursache für die schlechte Nachfrage ist für Deicke die mangelnde finanzielle Unterstützung des Landkreises. Über den Kommunalkombi können von Bund und Land bis zu 1020 Euro pro Arbeitsplatz auf dem sozialen Arbeitsmarkt in den Landkreis fließen. Das stärkt auch die Kaufkraft. Wenn wir das nicht nutzen, vergeben wir eine riesen Chance gibt Deicke zu bedenken. Die 40 Euro Unterstützung vom Landkreis seien deshalb entschieden zu wenig und eher ein Zeichen, dass der Kommunalkombi und damit die neuen Arbeitsplätze politisch nicht gewollt seinen. In den meisten Landkreisen in Sachsen würde der Kommunalkombi von den Landkreisen sehr viel stärker unterstützt. So zahlte der Landkreise Bautzen mit 70 Euro pro Kommunalkombi fast das Doppelte.

Laut Deicke seien eine ganze Reihe von Einsatzmöglichkeiten für den Kommunalkombi denkbar. Unsere Vereine in der Jugendarbeit oder im Sport können die zusätzlichen Personalstellen gut gebrauchen schlägt Deicke vor. Außerdem sei es denkbar, dass der Landkreis selbst Projekte initiiert. Als Beispiel könnte eine regionale Energieagentur dienen die über den Kommunalkombi den Aktionsplan Klima und Energie des Freistaates Sachsen umsetzen könnte und damit die Bürgerinnen Bürger dabei unterstützt energieund kostensparende Konzepte für ihre Häuser und Wohnungen zu entwickeln. Gleichzeitig nimmt Deicke aber auch die Bundespolitik in die Pflicht. So sei der Kommunalkombi auch auf jene Personen auszuweiten die in Bedarfsgemeinschaften leben, aber kein Arbeitslosengeld II erhalten. Der soziale Arbeitsmarkt ist eine gute Möglichkeit wichtige gesellschaftliche Aufgaben mit einer beruflichen Perspektive für Landzeitarbeitslose zu verbinden. Hier müssen wir alle Möglichkeiten ausschöpfen so Deicke abschließend.

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