Dr. Stange: Lehrerbildung in Sachsen dringend den Erfordernissen anpassen
Neuer Landesvorstand der Arbeitsgemeinschaft für Bildung in der SPD gewählt
Die Arbeitsgemeinschaft für Bildung in der SPD (AfB) wählte am Samstag auf der Landeskonferenz einen neuen Vorstand. Neue Vorsitzende ist die bildungspolitische Sprecherin der SPD-Landtagsfraktion und ehemalige Wissenschaftsministerin, Dr. Eva-Maria Stange. Stellvertreter sind Dr. Siegfried Kost, bildungspolitischer Referent der SPD-Landtagsfraktion und Patrick Pfeil, Doktorand der Uni Leipzig.
„Die AfB wird sich in den kommenden zwei Jahren intensiv mit der Weitereinwicklung der Bildung in Sachsen befassen. Dazu werden wir nicht nur unsere Mitglieder einladen, sondern auch u.a. Wohlfahrts- und Wirtschaftsverbände, Gewerkschaften, Eltern und Studierende. Bildung ist keine Sache nur für die Experten, sondern sie geht alle an. Die AfB setzt sich für ein sozial gerechtes und leistungsfähiges Bildungssystem ein, dass jedem unabhängig von seiner Herkunft, mit oder ohne Behinderung und jeden Alters beste Bildungschancen ermöglicht werden. Davon sind wir heute noch weit entfernt in Sachsen. Doch allein die demografische Entwicklung wird uns zwingen keinen einzigen Menschen dabei auf der Strecke zu lassen“, so die neue Vorsitzende der AfB.
Auf der Jahreskonferenz wurde auch intensiv über die Situation und Weiterentwicklung der Lehrerbildung in Sachsen beraten. „Die Studienreform hat einige Probleme der Lehrerbildung gelöst, wie z.B. die Stärkung der Bildungswissenschaften gegenüber der Dominanz der Fachwissenschaften oder der stärkere Praxisbezug. Dafür sind aber neue Probleme entstanden, die es schnellstens zu beheben gilt. Der Übergang vom Bachelor zum Master muss für alle Lehramtsstudenten ohne zusätzliche Hürden notwendig sein und die Zentren für Lehrerbildung müssen stärker als bisher vollständig für die Ausbildung verantwortlich sein können.“
Die AfB fordert die Landesregierung auf, in Anbetracht des dramatisch steigenden Lehrerbedarfs in den kommenden Jahren, die Lehramtsausbildung auch für Grund- und Mittelschullehrer an der TU Dresden nicht einzustellen und wie geplant allein an der Uni Leipzig zu konzentrieren. „Die Entscheidung muss schnell getroffen werden, wenn wir nicht viele Studierende verlieren wollen und damit ab 2012/13 der Lehrernotstand in den Schulen droht.“




