Jusos Sachsen fordern zügige Debatte über Nutzung der Atomkraftwerke

Trauer um Betroffene und Opfer der Natur- und Atomkatastrophe in Japan

Auch die Jusos Sachsen zeigen sich angesichts der Opfer der Natur- und Atomkatastrophe in Japan entsetzt. Die Jusos rufen zu einer ruhigen und angemessenen Trauer für die Menschen in den betroffenen Gebieten auf. Dennoch muss die Debatte um die Nutzung der Atomkraft neu angestoßen werden, ohne dabei durch populistische Forderungen nur nach den kommenden Wahlterminen zu schielen.

„Fukushima zeigt uns, dass auch als sicher geltende Atomkraftwerke in Verbindung mit unvorhersehbaren Ausnahmesituationen eine Gefahr für Mensch und Natur sind. Die Folgen von solchen Naturkatastrophen sind nicht absehbar und nicht beherrschbar. Eine breite Mehrheit der Bevölkerung lehnt die Atomkraft ab. Leider ignoriert die schwarzgelbe Bundesregierung die berechtigte Angst der eigenen Bevölkerung“, so der Juso-Landesvorsitzende Tino Bucksch.

Franziska Wende, Sprecherin des Landesarbeitskreises Umwelt und Energie fügt hinzu: “Auch eine Kernschmelze wäre in deutschen Atomkraftwerken nicht beherrschbar. Leider wurden die Verbesserungen der Sicherheitsvorkehrungen der deutschen Atomkraftwerke als Bedingung für die Laufzeitverlängerung nicht erfüllt. Auch das angekündigte Moratorium von drei Monaten riecht eher nach Wahlkampfkalkül. Die Probleme bestehen auch noch nach Ablauf des angekündigten Moratoriums. Stattdessen sollte die Laufzeitverlängerung komplett zurückgenommen werden.“

Die Jusos Sachsen fordern seit ihrer letzten Landesdelegiertenkonferenz ein Umdenken in der Energie- und Klimapolitik. Statt auf endliche Ressourcen zu setzen, müssen 100% regenerativen Energien möglich sein. Selbst neue Methoden wie die CCS-Technik halten die Jusos für zu riskant und mit unkalkulierbaren Folgen belastet. Die technologischen und arbeitsmarktpolitischen Potentiale der regenerativen Energiebranchen müssen intensiver als bisher genutzt werden.

 

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