Deutschland zum Familienland machen
Deutschland zum Familienland machen - so könnte man das Fazit der SPD-Bundestagsfraktion-vor-Ort-Veranstaltung im Dresdner Hygienemuseum am 9. Juli 2008 nennen. Christel Humme, stellv. Vorsitzende der SPD-Bundestagsfraktion diskutierte mit Dr. Marlies Volkmer, Dresdner SPD-Bundestagsabgeordnete, Thomas Blümel, Mitglied der SPD-Fraktion im Stadtrat Dresden, Frank Wießner, Wirtschaftsjunioren Dresden und Lokales Bündnis für Familie Dresden e. V. und einem interessierten Publikum zum Thema Zukunft Familie.
Es wurde deutlich, dass in diesem Politikbereich seit 1998 eine Menge Erfoge seitens der SPD aufzuweisen sind. Der Familienpolitische Kurs wird von der SPD bestimmt, auch wenn in der Großen Koalition die CDU die Ministerin stellt. Ohne die SPD gäbe es kein Elterngeld, Kinder hätten keine Rechtsanspruch auf Kinderbetreuung, die Weiterentwicklung des Kinderzuschlags wäre nicht erfolgt, es gäbe keinen Ausbildungsbonus (100.000 zusätzliche Plätze für Altbewerber/innen) und auch nicht mehr BAföG (10% mehr ab Herbst).
Betont wurde, dass Kinder für ein gesundes Aufwachsen starke Eltern brauchen, dass Eltern Familie und Beruf vereinbaren können, von Anfang an ein Zugang zu Bildung und Berufsperspektiven ermöglicht wird, dass Kinder vor Armut geschützt und finanziell unterstützt werden und deren Rechte ins Grundgesetz gehören.
Christel Humme verwies darauf, dass mit der Regierungsübernahme 1998 die Familienpolitik entrümpelt und modernisiert wurde. Neben der finanziellen Förderung wurde auf mehr Infrastruktur für Familien gesetzt. Das heißt vorallem mehr Kitas und Ganztagsschulen. Nachweislich sinkt das Armutsrisiko bei Berufstätigkeit beider Elternteile von 26 auf 4 Prozent .
Wie wichtig es ist, Familien zu stärken verdeutlichte auch Frank Wießner von den Dresdner Wirtschaftsjunioren. Er organisiert z. B. Informationsveranstaltungen zum Thema Vereinbarkeit von Familie und Beruf; das Zusammenarbeiten von Kitas und Alteneinrichtungen und betonte, wie wichtig gesamtgesellschaftlich Zuversicht ist, damit sich junge Familien für Kinder entscheiden.
Stadtrat Thomas Blümel berichtet von der positiven Prognose hinsichtlich der Geburtenrate in Dresden. diese liegt bei über 5000 pro Jahr. Er kritisiert, dass es in Dresden trotz Schuldenabbau zu langsam vorangeht bei der Sanierung von Kitas und Schulen und im Sportbereich. In Dresden werden 36 % aller Kinder unter 3 Jahre betreut, 96 % beträgt die Betreuungsquote im Kindertagesstättenbereich und 80 % im Hortbereich.
Christel Humme stellte anerkennend fest, dass die Familienpolitik der SPD im Osten viel selbstverständlicher und in vielen Bereich bereits durchgesetzt ist (wörtlich: "das ist, wie Eulen nach Athen zu tragen"), während in den Altbundesländern noch viel mehr Diskussionsbedarf besteht.
Zum "familienpolitischen Tag" in Dresden gehörte auch ein Besuch der Ausstellung "Glück" und des Kindermuseums im Dt. Hygienemuseum Dresden gemeinsam mit Vertreterinnen und Vertretern des Landesjugendhilfeaussschusses Sachsen. Auch das Mehrgenerationshaus "riesa efau" in der Adlergasse, Dresden-Friedrichstadt, wurde vom Keller bis zum Dachboden in Augenschein genommen.




