Dulig: "Versichern muss möglich sein!"

Martin Dulig, Vorsitzender der SPD-Fraktion im Sächsischen Landtag, erklärt zum Versicherungsgipfel zwischen der Sächsischen Staatsregierung und Versicherungsunternehmen:

"Staatsregierung soll sich auf allen Ebenen stark machen"

„Der heute stattfindende Versicherungsgipfel war längst überfällig. Dass er erst zweieinhalb Monate nach der Hochwasserkatastrophe stattfindet, zeigt das Desinteresse der Staatsregierung, eine schnelle und unbürokratische Lösung für die Betroffenen zu finden. In seiner Regierungserklärung zum Augusthochwasser hat Ministerpräsident Tillich lediglich mehr Eigenverantwortung eingefordert.

Naturereignisse wie Hochwasser oder ein Tornado treten häufiger auf. Viele Menschen stehen noch immer unverschuldet ohne Versicherungsschutz da, ein Angebot für alle seitens der Versicherungswirtschaft fehlt. 17.000 Haushalte sind in Sachsen davon betroffen. Es ist zynisch, auf Eigenverantwortung hinzuweisen, da diese dort aufhört, wo sich der Einzelne selbst nicht mehr helfen kann. Jeder Hauseigentümer in Sachsen muss in Zukunft die Möglichkeit haben, sein Haus gegen Elementarschäden zu versichern. Dieses Ziel muss die Staatsregierung erreichen und nicht schon wieder zu kurz springen.

Das Sondervermögen „Aufbauhilfefonds Sachsen 2002“ beträgt mindestens noch 450 Millionen Euro. Wir bekräftigen unsere Forderung, diese Mittel den Betroffenen schnell und unbürokratisch zukommen zu lassen.“

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