Neukirch: „Die sächsische Pflegelandschaft ist nicht auf den wachsenden Bedarf vorbereitet“

Pflege gut. Aber schlechte Rahmenbedingungen in Sachsen.

Dagmar Neukirch, gesundheitspolitische Sprecherin der SPD-Fraktion im Sächsischen Landtag, erklärt:

„Der Ausschuss für Soziales und Verbraucherschutz im Sächsischen Landtag hat heute auf Antrag der SPD-Fraktion eine öffentliche Anhörung zum Thema Angebote für Menschen mit Demenzerkrankung durchgeführt. Diese Anhörung zeigte einen erheblichen Handlungsbedarf in Sachsen auf. Offensichtlich ist die sächsische Pflegelandschaft nicht auf den wachsenden Bedarf vorbereitet.

Gerade angesichts der demografischen Entwicklung müssen wir im Freistaat gute Rahmenbedingungen schaffen. Leider läuft Sachsen aber vielen guten Beispielen anderer Bundesländer hinterher.

Die meisten Sachverständigen wiesen darauf hin, dass es unbedingt notwendig ist, die bereits seit einem Jahr ausstehende Förderverordnung endlich zu erlassen. Denn ohne sie fehlen elementare Voraussetzungen für die zumeist ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer. Zwar wird das Ehrenamt von der schwarz-gelben Koalition immer verbal gewürdigt, findet in der Praxis aber keine Unterstützung.

Auch die Beratung im sächsischen Pflegenetz wurde von den Sachverständigen kritisiert. Hierbei bleibt Sachsen weit hinter den Anforderungen zurück. Der sächsische Sonderweg entpuppt sich mehr und mehr als Holzweg und muss schleunigst beendet werden. Wir brauchen in Sachsen stattdessen ein vernetztes und trägerübergreifendes Beratungsangebot. Alles andere hieße, die Betroffenen mit ihren Problemen allein zu lassen.“

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