Homann: "Staatsregierung kürzt weiter bei Kindern und Jugendlichen"

„236.361 Euro weniger für Sachsen in 2011“

Henning Homann, kinder- und jugendpolitischer Sprecher der SPD-Fraktion im Sächsischen Landtag, erklärt:

„Als die sächsische Staatsregierung kürzlich ihre Eckpunkte für den Haushaltsentwurf 2011/12 vorstellte, hat sie behauptet, dass die Jugendpauschale nicht weiter abgesenkt werden soll. Das ist jedoch nur die halbe Wahrheit. Denn durch den zahlenmäßigen Rückgang an Kindern und Jugendlichen verringert sich die Höhe der Zuweisungen an die Landkreise erheblich.

Der Freistaat stellt im Jahr 2011 nochmals 236.361 Euro weniger für die Kinder- und Jugendhilfe zur Verfügung als in diesem Jahr. Das hat ganz konkrete Auswirkungen vor Ort: Stellen fallen weg, Einrichtungen müssen geschlossen werden und zahleiche Projekte stehen somit vor dem Aus.

Bereits in diesem Jahr wurden die Mittel für die Kinder- und Jugendhilfe von der Staatsregierung um 27 Prozent zusammengestrichen. Allein diese Kürzungen im aktuellen Haushalt verursachten schmerzhafte Einschnitte, die nicht einfach so verheilen.

Das ist ein katastrophales Signal für die Zukunft Sachsens. Aus Sicht der Regierung spielen Kinder und Jugendliche offensichtlich nur in Sonntagsreden eine Hauptrolle. Im wahren Leben hingegen gestehen ihnen CDU und FDP höchstens eine schlecht entlohnte Statistenrolle zu. Der Staatsregierung muss endlich klar werden, dass Kinder- und Jugendhilfe kein Luxus ist, sondern eine Zukunftsinvestition.“

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