Dr. Stange: "Kein Eintrittsgeld in den Schlosspark Pillnitz"

„CDU und FDP stehlen sich Stück für Stück aus der Verantwortung für die Bewahrung und Pflege des kulturellen Erbes Sachsens. Mit dem erneuten Vorstoß zur Erhebung von Eintrittsgeldern für den Schlosspark Pillnitz, der über Jahrhunderte für Jedermann ein offener und frei zugängiger Ort war, wird die Einstiegsdroge verabreicht, um in den kommenden Jahren Schritt für Schritt die Landeszuschüsse zur Pflege und Erhaltung des Kulturerbes weiter senken zu können.

Das ist ein bitterer Vorgeschmack auf die geplante Privatisierung der Staatlichen Schlösser, Burgen und Gärten. Die Debatte ist leider nicht neu. Aber im Jahr 2008 konnte die SPD als Regierungspartei die Privatisierung gegen den Willen der CDU noch verhindern.

Die nun anstehenden Privatisierungspläne dienen allein dem Ziel des staatlichen Rückzugs aus der Finanzierung der Erhaltung des sächsischen Kulturerbes. Wird dieser Trend fortgesetzt, werden wir mit erheblichen Folgen zu kämpfen haben – u.a. für die Museen der Staatlichen Kunstsammlungen haben, die im Zwinger untergebracht sind.

Die weitere Einführung bzw. Anhebung von Eintrittsgeldern, die wirtschaftliche Eventnutzung der Kultureinrichtungen und die Kostensenkung durch den Abbau von Personal und dem Ausstieg aus dem Tarifvertrag sind absehbare Folgen der Privatisierung.

Die SPD-Fraktion im Sächsischen Landtag wird auch weiterhin alles unternehmen, damit das sächsische Kulturgut auch in Zukunft für alle Interessierte zugänglich ist. Oder sollen etwa ein Zaun um den Großen Garten gezogen und für das Betreten des Zwingers Eintrittsgelder erhoben werden?“

 

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