Mann: FDP verkauft Zukunft der jungen Generation für Posten in der Koalition
Die bekannt gewordenen "Eckpunkte" zum Koalitionspapier von FDP und CDU kommentiert der sächsische Juso-Vorsitzende Holger Mann, MdL: "Kein längeres, gemeinsames Lernen, stattdessen Langzeit-Studiengebühren, soll das der Bildungsaufbruch sein, der den Sachsen vor der Landtagswahl von der FDP versprochen wurde?", fragt Holger Mann nach Bekanntwerden der ersten Eckpunkte zur Bildungspolitik.
Eine zweite Bildungsempfehlung nach der sechsten Klasse halten die Jusos für Flickschusterei. Anstatt Durchlässigkeit im Bildungssystem zu stärken, wird sie die Mobilität nach unten organisieren, weil den Mittelschulen die Voraussetzungen fehlen. Ohne ein längeres, gemeinsames Lernen bis zur achten Klasse bleibt dies verfehlte Symbolpolitik.
Die angekündigten Langzeitstudiengebühren sind doppelt kontraproduktiv, weil diese in der Abschlussphase vor allem die Studierenden treffen, welche sich ihr Studium durch Arbeit finanzieren müssen oder Familien haben.
"Eine Einführung von Langzeitstudiengebühren, stellt einen klaren Wortbruch der CDU dar, bringt aber keinerlei Verbesserung für das Hochschulsystem", so Mann weiter.
Als vorläufiges Fazit der Koalitionsverhandlungen zieht Mann: "Die FDP verkauft die Zukunft der jungen Generation für Posten in der Koalition. Die sogenannten "neuen bildungspolitischen Akzente" sind nicht mehr, als der schwache Versuche einer gegenseitigen Gesichtswahrung." Die Liberalen, welche gern einen schwarz-gelben Tiger vorgestellt hätten, sind mit der Union als farbloser Bettvorleger gelandet. Vor diesem Hintergrund wundert es nicht, dass Personalia, wie der angebliche Verzicht auf ein Ministeramt von FDP-Vorsitzenden Zastrow kolportiert werden. Diesen Klamauk sollten sich die schwarz-gelben Koalitionspartner in spe sparen.




