Stange: Kompetenztests an sächsischen Schulen - Wöller muss für Klarheit sorgen!
Dr. Eva-Maria Stange, stellvertretende Vorsitzende und bildungspolitische Sprecherin der SPD-Fraktion im Sächsischen Landtag, erklärt zum Umgang mit Kompetenztests an sächsischen Schulen:
„Die geplanten neuen Kompetenztests an sächsischen Schulen in Klasse 3 und 6 dürfen ausdrücklich nicht benotet werden. Sie dienen ausschließlich dazu, den erreichten Entwicklungsstand der Schülerinnen und Schüler aufzeigen und sie gezielter zu fördern. So steht es auch ausdrücklich in der entsprechenden Elterninformation des Kultusministeriums.
Offensichtlich ziehen aber einzelne Schulen die Tests doch mit zur Leistungsbewertung heran. Das darf nicht sein. Ich habe daher den Kultusminister gebeten, für Klarheit und Ordnung im Interesse der Kinder zu sorgen.
Es darf keinesfalls dazu kommen, die Schüler aus falschem Ehrgeiz heraus für diese Tests zu drillen. Ebenso dürfen die Testergebnisse der Schüler nicht zu einer Vorauslese für das Gymnasium führen. Es sind Acht- und Neunjährige, die hier unter massiven Leistungsdruck geraten – mit allen negativen Folgen für ihre weitere Lernmotivation. Das muss verhindert werden; sonst sind die Tests fehl am Platz.
Staatsminister Wöller ist jetzt aufgefordert, allen Schulleitern gegenüber unmissverständlich klarzustellen, dass die Kompetenztests in keiner Weise in die Bewertung der Schülerleistung eingehen und nicht benotet werden dürfen! Nur so können die Tests auch dazu führen, dass in unseren Schulen langsam die Kultur des Förderns Oberhand gewinnt gegenüber der alten Kultur des Bewertens und Auslesens. Denn vom Wiegen wird das Schwein nicht fett.“




