Geschichte

Zeitstrahl zur Geschichte der sächsischen Sozialdemokratie 1989 und 1990

Sachsen ist Stammland der Sozialdemokratie. Einen knappen geschichtlichen Abriss bis hin zu heutigen Entwicklungen lesen Sie hier.

1863   Ferdinand Lassalle gründet in Leipzig den Allgemeinen Deutschen Arbeiterverein (ADAV)
1866   Sachsen tritt dem Norddeutschen Bund Bismarcks bei
1872   Leipziger Hochverratsprozess gegen August Bebel und Wilhelm Liebknecht
1908   Wahlrechtskundgebungen der SPD in Leipzig, Dresden und Chemnitz mit 150.000 Menschen
1918   In Leipzig, Dresden und Chemnitz Bildung von Arbeiter- und Soldatenräten
1920   Kapp-Putsch fordert in Sachsen Hunderte Menschenleben
1933   Januar Adolf Hitler wird deutscher Reichskanzler
1933   Mai SPD-Landtagsfraktion lehnt als einzige den Entwurf eines sächsischen Ermächtigungsgesetz ab
1933   Juni Sächsische SPD per Verordnung verboten
1945   Wiederzulassung von Parteien
1946   Bei Landtagswahlen erhält die SED 59 von 120 Mandaten,
1950   Einführung der "Einheitsliste"
1952   Auflösung der Länder und Bildung von Bezirken
1989   Wiedergründung der ostdeutschen Sozialdemokratie als SDP in Schwante bei Berlin
1990   Januar 1. Delegiertenkonferenz der SDP in Berlin (Ost), Umbenennung in SPD
1990   Mai Gründungsparteitag der SPD Sachsen am 26. Mai, zum Landesvorsitzenden wird Michael Lersow gewählt
1990   Oktober CDU bildet in Sachsen unter Kurt Biedenkopf eine Alleinregierung, die SPD wird zweitstärkste Partei
1993   Karl-Heinz Kunckel wird Landesvorsitzender
1994   Landtagswahl: CDU wird erneut stärkste Partei - mit Biedenkopf als Ministerpräsidenten
1998   Mit Gerhard Schröder lenkt wieder ein Sozialdemokrat die Geschicke des ganzen Landes
1999   Landtagswahl: Die SPD Sachsen erhält 10,7 Prozent
1999   Constanze Krehl wird zur Landesvorsitzenden gewählt
2002   Die sächsische SPD bekommt bei der Bundestagswahl im September 33,3 Prozent der Wählerstimmen, Gerhard Schröder (SPD) bleibt Bundeskanzler
2004   Die sächsische SPD bekommt bei der Landtagswahl im September 9,8 % der Wählerstimmen und bleibt damit drittstärkste Kraft im Parlament
2004   Thomas Jurk wird zunächst kommissarischer Landesvorsitzender und geht als Spitzenkandidat in den Landtagswahlkampf. Der Parteitag im November wählt ihn zum Landesvorsitzenden.
2004   Die sächsische SPD erhält bei den Wahlen zum Sächsischen Landtag 9,8 Prozent der Stimmen. Aufgrund des Verlustes der absoluten Mehrheit benötigt die CDU einen Koalitionspartner. Somit ist die SPD in Sachsen erstmals seit 1990 an der Regierung beteiligt und stellt die Staatsministerin für Wissenschaft und Kunst (Dr .Eva-Maria Stange) sowie den Staatsminister für Wirtschaft und Arbeit (Thomas Jurk).
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