Erfolgreiche Premiere in Burgstädt
Auf dem Parteitag in Burgstädt wurde erstmalig der Anna-Zammert-Preis der sächsischen Sozialdemokratie für mutige und innovative Ortsvereinsarbeit verliehen. Neben drei Auszeichnungen der Jury wurde auch ein Publikumspreis vergeben. Der Preis trägt den Namen der Delitzscher Reichstagsabgeordneten, Frauengewerkschaftssekretärin und Sozialdemokratin Anna Zammert.
Insgesamt 14 Ortsvereine aus ganz Sachsen hatten sich um den mit insgesamt 2500 Euro dotierten Preis beworben. Sie alle wollten auf dem Landesparteitag in Burgstädt die Delegierten und die Jury davon überzeugen, dass ihr Projekt ausgezeichnet und gefördert werden muss.
Die Delegierten bestimmtem per Kreuz auf einem Stimmzettel ihren Publikumsliebling. Denkbar knapp gewann der Ortsverein Freiberg mit dem Projekt „KönigIn von Deutschland“ den Publikumspreis, welcher mit 900 Euro dotiert ist. Das Projekt will über humorvolle Art und Weise Mitglieder gewinnen. Dabei sollen Internetplattformen und Plakate genutzt werden, um jeder/jedem einmal die Krone aufzusetzen.
Die Jury um Gerda Westram (Tochter von Anna Zammert), Rolf Schwanitz, Constanze Krehl, Stefan Brangs und Ines Vogel hatte die schwere Aufgabe, die drei vordersten Auszeichnungen zu ermitteln. Der 3. Platz mit 300 Euro ging an den Ortsverein Großschönau mit dem Projekt „Familienfest“. In den Augen der Jury zeichnet sich das Projekt durch seine gesellschaftliche Vernetzung aus – vom örtlichen Bäcker der den Kuchen spendet bis zum Bauern, der die Kinder Rodeo auf einer echten Kuh reiten lässt. Hierbei hat der Ortsverein Großschönau in einem sicherlich schwierigen Umfeld für die Sozialdemokratie einen roten Fleck in der schwarzen Landkarte geschaffen.
„Wer ist Anna Zammert?“ hörten die Bewerber aus dem Ortsverein Delitzsch auch am Wochenende nicht selten. Diese Frage und die Dokumentation des Lebens der Sozialdemokratin Anna Zammert ist Kern ihres Projektes. Das Engagement Anna Zammerts für die Frauenrechte, für die Gewerkschaften und Rechte der Arbeiter sowie ihr Kampf gegen den Nationalsozialismus wollen die Delitzscher Schülerinnen und Schülern vermitteln, was mit 400 Euro und dem 2. Platz belohnt wurde.
Bürgernah, aber nicht minder lehrreich ist das Projekt des Ortsvereins Pirna, welches mit dem „Beteiligungsprojekt Kommunalwahl 2009“ den 1.Platz sowie 900 Euro für die Umsetzung gewann. Kommunalwahlprogramme werden oft nur in kleinen Parteizirkeln geschrieben. Der Ortsverein Pirna will stattdessen mit den Bürgerinnen und Bürgern ins Gespräch kommen und gemeinsam mit ihnen das Kommunalwahlprogramm 2009 entwerfen.
Besonders bewegt waren die Delegierten und Gäste des Parteitages von der Rede Gerda Westrams, der Tochter Anna Zammerts. Die 81-jährige war nicht nur Mitglied der Jury, sondern gab ganz persönliche Einblicke in ihr Leben und das ihrer Mutter. „Für mich war meine Mutter immer ein Vorbild“, resümierte Gerda Westram. Die Verleihung des Anna-Zammert-Preises war ein würdiger Abschluss für den Parteitag und eine Wiederholung in zwei Jahren ist mehr als wünschenswert.




