Dr. Stange: Regierung an vernünftiger Lösung im Lehrerteilzeitkonflikt scheinbar desinteressiert

Dr. Eva-Maria Stange, stellvertretende Vorsitzende und bildungspolitische Sprecherin der SPD-Fraktion im Sächsischen Landtag, erklärt zu den gescheiterten Gesprächen über eine Verlängerung des Teilzeittarifvertrages für die Lehrer an Mittelschulen und Gymnasien:

 

„Wer derart rüde mit den Lehrkräften und ihrem berechtigten Anspruch auf das Ende der fast 20 - jährigen Teilzeit reagiert, der muss sich nicht wundern, wenn es nicht zu einer gemeinsamen Lösung kommt. Die Landesregierung hat sich erneut als konzeptionslos und verhandlungsunfähig erwiesen. Die Angebote zur freiwilligen Teilzeit der Mittelschul- und Gymnasiallehrer liegen seit längerem auf dem Tisch. Warum greift die Landesregierung nicht zu und zeigt, dass sie ein Interesse an der Einstellung junger Lehrkräfte hat?

Das Spiel "Alt gegen Jung" ist mehr als durchsichtig und wird von Herrn Flath immer dann aus der Tasche gezogen, wenn er keine Argumente mehr hat.  Statt den angehenden Lehrkräften erst einmal eine Chance zu geben, einen Platz im Referendariat zu bekommen und so überhaupt eine Berufschance zu haben, wird hier seit Jahren gespart und gedrosselt. Die Mehrzahl der jungen Menschen geht bereits nach der ersten Ausbildungsphase vor dem Referendariat in den Westen.  Sie haben keine Lust, zwei Jahre zu warten und dann noch schlechter bezahlt zu werden mit der Perspektiv auf eine Teilzeitstelle.  

Sollte die Landesregierung wirklich weiter mit dem Feuer der Änderungskündigungen  drohen, verspielt sie das letzte Vertrauen bei den Lehrkräften und verbaut den Weg für einen akzeptablen Lösungsweg.

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