Friedel: SPD will Feuerwehrpläne nachbessern
CDU und FDP sollten mal mit den Feuerwehrleuten reden, statt am grünen Tisch Anträge zu entwerfen.
Sabine Friedel, innen- und rechtspolitische Sprecherin der SPD-Fraktion im Sächsischen Landtag, zur Förderung und Stärkung der Freiwilligen Feuerwehren in Sachsen:
Die SPD-Fraktion im Sächsischen Landtag plädiert dafür, die Jugendfeuerwehren bereits für Kinder ab sechs Jahren zu öffnen. Sabine Friedel: „Denn mit dem Übergang vom Kindergarten zur Schule orientieren sich Kinder in ihrem Freizeitverhalten neu. Der Schulbeginn ist also die beste Gelegenheit, um Nachwuchs zu binden.“ Das sehen auch die meisten Feuerwehrangehörigen so. Seit Januar veranstaltet die SPD-Fraktion in den sächsischen Landkreisen Feuerwehr-Foren. In Leipzig, Mittelsachsen und Bautzen haben solche Treffen mit den Kameraden bereits stattgefunden; Meißen, das Erzgebirge und Nordsachsen folgen in den nächsten Wochen.
„Auch wenn der Antrag noch verbessert werden muss: Wir freuen uns, dass die Regierungsfraktionen endlich aktiv geworden sind", kommentiert die innenpolitische Sprecherin der SPD-Landtagsfraktion Sabine Friedel das von CDU und FDP vorgelegte "Hilfspaket" für die Feuerwehren in Sachsen.
Über den Antrag soll der Sächsische Landtag in dieser Woche entscheiden. In einem Punkt übt Friedel allerdings scharfe Kritik: "Dass die CDU wieder mit der kommunalen Feuerwehrrente kommt, ist eine glatte Frechheit und zeugt von Ignoranz. Das Modell ist bereits klar von den Kommunen abgelehnt worden. Die CDU wäre gut beraten, solche Hilfspakete nicht am grünen Tisch zu entwerfen, sondern mit den Kameradinnen und Kameraden vor Ort zu besprechen. Dann wäre ihr möglicherweise auch aufgefallen“, so Friedel weiter, „dass ein Feuerwehr-Führerschein bis 4,75 t wenig hilfreich ist. Damit kann man höchstens die schweren Regierungskarossen lenken, aber kein Einsatzfahrzeug." In einem Änderungsantrag plädiert die SPD-Fraktion dafür, die von der Bundesregierung beschlossene 7,5t-Regelung in Sachsen umzusetzen.




