Stange: „Ungleichheit als kulturellen Gewinn begreifen“
Zum heutigen Jahrestag des Inkrafttretens der UN-Konvention zum Schutz der Rechte von Menschen mit Behinderung in Deutschland erklärt die Bundes- und Landesvorsitzende der Arbeitsgemeinschaft für Bildung der SPD, Dr. Eva-Maria Stange:
“Die Umsetzung der UN-Konvention verlangt ein grundsätzliches Umdenken in der Gesell-schaft: weg vom frühen Aussondern, hin zum gemeinsamen Leben und Lernen. Die Barrieren in den Köpfen müssen fallen, damit materielle Barrieren eingerissen werden können, die einer gleichen Teilhabe aller Menschen im Wege stehen.
Die SPD fordert inklusive Bildung vom ersten Tag in der Krippe bis zum Schulabschluss. Nicht die Kinder haben in die Schulgebäude zu passen, sondern die Gebäude müssen den verschiedenen Bedürfnissen von Kindern mit und ohne Behinderungen entsprechen. Eine Schule für alle muss die Ungleichheit der Kinder als kulturelle Chance des Zusammenlebens in unserer Gesellschaft begreifen.
Die Umsetzung der UN-Konvention muss endlich konkret angegangen werden. Deshalb müssen Bund und Länder schleunigst konkrete Aktionsprogramme auf den Weg bringen. Der Bildungsgipfel am 10. Juni ist dafür eine gute Gelegenheit. Die SPD erwartet von diesem Gipfel mehr als Lippenbekenntnisse und blumige Erklärungen. Rechtlich ist die UN-Konvention seit einem Jahr verbindlich gültig. Politisch verbindlich wird sie erst durch konkre-te Schritte auf dem Weg zur Teilhabe aller jungen Menschen.“




