Thomas Jurk übernimmt wieder Verantwortung
SPD im Landkreis Görlitz: neuer Name, neue Spitze, neuer Schwung
Auf dem Parteitag der Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten des Landkreises wurden am Samstag in Görlitz die Parteigremien neu besetzt. Von den ca. 50 Delegierten wurde der Weißkeißeler Landtagsabgeordnete und ehemalige Wirtschafts- und Arbeitsminister Thomas Jurk mit 95% Zustimmung zum neuen Vorsitzenden der SPD im Landkreis gewählt.
Im KulTourPoint des Görlitzer Bahnhofes erfolgte weiterhin die Wahl der Zittauer Doktorandin Katrin von Schäwen zur stellvertretenden Kreisvorsitzenden. Die Finanzen führt ab sofort der langjährige SPD-Geschäftsführer Norbert Starke aus Niesky.
Den Vorstand komplettieren Silvio Minner (Görlitz), Rosemarie Klose (Horka), Siegfried Pfalz (Kiesdorf), Uwe Weißbach (Görlitz), David Horbaschk (Gablenz) und Ronald Krause (Weißwasser).
Um die öffentliche Wahrnehmung zu verbessern, nennt sich die SPD im Landkreis ab sofort SPD Kreisverband Görlitz. Zudem wurde beschlossen, dass in Zukunft nicht mehr nur Delegiertenparteitage, sondern Mitgliedervollversammlungen die wichtigsten Entscheidungen der SPD im Landkreis treffen werden. Damit macht auch der Kreisverband den Weg frei zu mehr innerparteilicher Mitsprache und Beteiligung.
Inhaltlich einigte man sich darauf, dass der Weg der Bundespartei im Umgang mit dem Krieg in Afghanistan richtig sei und unterstrich dies in einem eigenen Antrag. Demnach soll schnellstmöglich ein Plan für den Abzug der Bundeswehr bis 2015 ausgearbeitet und umgesetzt werden.
Zudem forderten die Genossen eine Weiterführung und Ausweitung der Optionsmodelle in der Arbeitsvermittlung. Dies bedeutet, dass das im Altkreis Löbau-Zittau bewährte Modell ab 2011 auf den ganzen Landkreis ausgeweitet werden soll. Im Zuge der Einführung des Arbeitslosengeldes II wurde 2004 beschlossen, deutschlandweit 69 Kommunen selbständig mit der Betreuung der Arbeitslosengeld II-Empfänger zu beauftragen. Eine dieser Kommunen war der damalige Landkreis Löbau-Zittau.
Schon zu Beginn des 6stündigen Parteitages wurde mit der Rede des Landesvorsitzenden Martin Dulig deutlich, dass die SPD aus der derzeitigen Krise nur aus eigener Kraft und mit viel eigenem Engagement herausfinden kann. Die notwendige Aufbruchstimmung zeigte sich in den regen und konstruktiven Debatten.
Die Ehrung der 51 Gründungsmitglieder, die vor genau 20 Jahren die SDP / SPD an der Neiße ins Leben riefen und mit dieser einzigartigen Neugründung in der DDR die Machtfrage stellten, wurde am Samstag zu einem bewegenden Moment für alle Anwesenden.
Hinweis in eigener Sache:
Ab sofort übernimmt Klaus Hirschnitz die Funktion des Regionalgeschäftsführers. Er ist damit für die fünf SPD-Kreisverbände im Bereich der Landesdirektion Dresden zuständig und ist wie folgt erreichbar: klaus.hirschnitz@spd.de




