Von 1953 bis 1989/90: Erinnerung als Auftrag
"Auch innerhalb der ostdeutschen Oppositionsbewegung sorgten Sozialdemokraten für eine wichtige Zäsur: Die Gründung der SDP stellte den Machtanspruch der SED erstmals offen infrage. Wir Sozialdemokraten machten der SED das Recht streitig, sich in die Tradition der demokratischen Arbeitnehmerbewegung in Deutschland zu stellen. Der Herbst 1989 ist ohne den 17. Juni 1953 kaum denkbar. Beide Daten gehören zusammen und stehen für den langen Weg zu Freiheit und Demokratie. Die DDR erhob zwar den Anspruch, eine Demokratie und ein Rechtsstaat zu sein, war aber in Wirklichkeit ein Unrechtsstaat". In der öffentlichen Diskussion spielt eine kritische und auch selbstkritische Auseinandersetzung mit der Vergangenheit immer wieder eine Rolle. Wir müssen uns unserer Vergangenheit stellen. Das mag an mancher Stelle schmerzhaft, kann aber mit Blick in die Zukunft nur heilsam sein sagte Jurk.
Ein offener und vor allem ehrlicher Umgang mit der eigenen Vergangenheit, wie auch mit der Geschichte des Landes ist die Basis dafür, um unsere Demokratie jeden Tag aufs Neue mit Leben zu erfüllen. Und eine solche Auseinandersetzung muss in dem Bewusstsein erfolgen, dass wir alle Verantwortung für die Zukunft tragen so Jurk abschließend.
Hintergrund: Das Papier mit dem Titel Erinnerung aus Verantwortung für die Zukunft - 20 Jahre friedliche Revolution, demokratischer Neubeginn und deutsche Einheit wurde von der Historischen Kommission der SPD Sachsen vorgelegt. Der SPD Landesvorstand verabschiedete es einstimmig und machte es damit zur Position der SPD Landesverbandes Sachsen. Das Papier mit dem Titel Erinnerung aus Verantwortung für die Zukunft - 20 Jahre friedliche Revolution, demokratischer Neubeginn und deutsche Einheit ist hier zum Download.




